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O’Donohue John: Anam Ċara

Über die Liebe und Freundschaft

 

Jeder von uns hätte einen Anam Ċara, einen Seelenfreund, sehr nötig. Eine solche Liebe schenkt uns das Bewusstsein, verstanden zu werden und zwar so wie wir sind, ohne Masken oder Verstellungen. Die Liebe gewährt dem Verständnis zu erwachen, und Verständnis ist wertvoll. Wo wir uns verstanden wissen, da sind wir zu Hause. Verständnis fördert die Zugehörigkeit. Wenn wir uns wirklich verstanden fühlen, können wir unser Selbst bedenkenlos der Seele unseres Gegenübers anvertrauen. Es gibt einen Vers von Pablo Neruda, der die im Kern einer solchen Beziehung ruhende Erkenntnis sehr schön zum Ausdruck bringt: „Niemandem gleichst du, weil ich dich liebe.“ Diese Kunst des Liebens enthüllt die besondere, geheiligte Identität des Anderen. Die Liebe ist das einzige Licht, das die geheime Signatur der Individualität und der Seele des Anderen lesen kann.

Leider ist die „Beziehung“ selbst aber zu einem leeren Zentrum geworden, um das unser einsamer Hunger auf der Suche nach etwas Wärme und Geborgenheit seine rastlosen Kreise zieht.

Lieben? Geliebt werden wollen

Wir brauchen keinen Schritt aus uns herauszugehen, um zu erfahren, was Liebe ist. Solche Selbst-Liebe hat nichts mit Selbstbezogenheit oder Narzissmus zu tun; diese sind lediglich der Ausdruck einer negativen Fixierung auf das Bedürfnis, geliebt zu werden. Sie ist vielmehr die Quelle der Liebe im Herzen. Menschen, die ein einsames Leben führen, stossen durch ihr Bedürfnis nach Liebe oft ganz unver-mutet auf diesen wunderbaren inneren Born. Sie lernen den tiefen Liebesbrunnen, der in ihrem Innern schlummert, wachzuflüstern. Es geht hierbei also nicht darum, sich zu zwingen, sein Selbst zu lieben; es geht vielmehr darum, sich in Zurückhaltung zu üben und den Liebesquell, der schliesslich unsere innerste Natur darstellt, dazu zu verlocken, unser ganzes Leben zu durchströmen. Sobald dies geschieht, beginnt der Erd-Boden, der in uns ausgedörrt und ausgetrocknet war, wieder weich zu wer-den. Mangel an Liebe lässt erstarren. Es gibt auf der ganzen Welt nichts, was so ein-sam wäre wie etwas hartgewordenes oder Erkaltetes. Verbitterung und Kälte sind die letzte und vollständigste Niederlage.

Blog

|   Echos – auf Texte, Aktuelles, Erlebtes

Eros: die befreite Lebenskraft

Eros: die natürliche, sinnliche, lebensbejahende Kraft, die immer wieder vom Alltag, Routine bedeckt wird.

Die manchmal erst wieder-entdeckt werden muss, da schon früh im Leben be-grenzt durch Verbote und Gebote.

Lebendig sein ...

Wie haben die alten Philosophen die Kraft des Eros beschreiben: hier ein Text aus dem Buch: Das Gastmahl von Platon.

 

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|   Echos – auf Texte, Aktuelles, Erlebtes

Wahrnehmung und Täuschung

Was siehst du? Drei glückliche und unbekümmerte Jungs, die vergnügt im Wasser spielen? Oder zwei gegen eins, die den Dritten shikanieren? Wie können wir unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit überprüfen?

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|   Ressourcen pflegen

Die Kunst der Veränderung

Wir dürfen uns nicht zur Veränderung zwingen, indem wir unser Leben in eine vorgefertigte Schablone hämmern. Ja, wir brauchen uns überhaupt nicht der Idee eines vorbestimmten Programms oder Lebensplans zu unterwerfen. Wir sollten uns vielmehr in der ungewohnten Kunst üben, auf den inneren Rhythmus unserer Tage und unseres Lebens zu achten. Diese Achtsamkeit schenkt uns ein neues Bewusstsein unserer eigenen menschlichen und gött-lichen Gegenwart.

 

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|   Ressourcen pflegen

Mit der Kritik umgehen

Kritik selbstsicher aufnehmen

 

 

1. Lassen Sie nicht zu, daß Ihnen die Kritik von Dritten zugetragen wird oder daß Sie nur »hintenherum« erfahren, was andere an Ihnen auszusetzen haben. Stellen Sie denjenigen, der Sie kritisiert, direkt zur Rede.

2. Bestimmen Sie mit wann und wo das Kritikgespräch statt­ finden soll. Achten Sie darauf daß der Rahmen für Sie stimmt. Meistens ist es sinnvoll, ein Kritikgespräch nicht zwischen Tür und Angel zu führen, sondern in Ruhe und unter vier Augen.

3. Nehmen Sie sofon zu Beginn des Gespräches Ihre...

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|   Liebe, Partnerschaft, Beziehung

O’Donohue John: Die Liebe als zeitloses Wiedererkennen

Man begegnet sich auf der Strasse, auf einer Party, bei einer öffentlichen Veranstaltung, wird einander vorgestellt - und plötzlich durchzuckt einen ein Blitz des Wiedererkennens und die unter der Asche verborgene Glut der Seelenverwandtschaft strahlt hell auf. Zwischen uns und dem anderen erwacht etwas, erwacht ein Gefühl uralter Vertrautheit.

 

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|   Sexualität, Intimität, Gender

Sexogramm

Kleine Sommerreflexsion zum spannendem Thema:Sexogramm

Wie war es in deiner Familie als Mädchen / Bub als drittes Geschlecht geboren zu werden?

Hat deine Geschlechtlichkeit eine Rolle in deiner Familie gespielt?

Wie waren in deiner Familie die Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männer verteilt?

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|   Liebe, Partnerschaft, Beziehung

Liebe – Gnade oder Krankheit

Ist es die Natur der Liebessehnsucht, dass sie uns weiter auf dem Weg der Erkenntnis bringt, wie Platon und A. Nin schreiben? Ist Liebe eher Hysterie und Illusion, wie es oft dem Leser von M.Kundera vorkommt. Oder gar etwas, was einerseits gelernt werden will und gleichzeitig ein der Hypnose ähnlicher Zustand ist, wie S.Freud seiner Tochter Mathilde pädagogisch erläutert?

L.Tolstoj hat es versucht, doch die Liebe für die Ideen und die allgemeine Menschheit gelang ihm viel besser als die Liebe für seine Frau.

Auf diesen Seiten wird vor allem...

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|   Liebe, Partnerschaft, Beziehung

Liebe, Sucht und Sehnsucht

Ohne dich kann ich nicht sein.
Ohne dich hat das Leben keinen Sinn.
Ohne dich könnte ich nicht glücklich sein.
Du bist für mich bestimmt.
Wir gehören zusammen.

Vor Jahren beobachtete ich bei einem Freund von mir, wie er seine Geschichte „frisierte“, damit sie in seine Gegenwart passte. Er begann seine vorherige Beziehung, die er früher immer als sehr tief, innig beschrieben hat, als oberflächig und unbedeutend zu bezeichnen. Er und Sie (die Neue) waren jedoch schon immer für einander bestimmt und alles hat sie zueinander geführt. (Sie kannten...

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